Amnesty International Aubing

Impressum | Login

Aubing

StartseiteUnsere Faelle

ISRAEL-PALESTINA:

Den Menschrechtsverteidigern ISSA AMRO und Farid AL-ATRASH drohen Haftstrafen!



Dabei haben sie lediglich friedlich gegen die Verletzung von Menschenrechten in Hebron protestiert.

Der Aktivist Issa Amro und der Rechtsanwalt Farid al-Atrash protestieren mit gewaltfreien Mitteln gegen die Einschränkungen der Rechte der palästinensischen Bevölkerung im von Israel besetzen Westjordanland. Im Februar 2016 beteiligten sie sich in Hebron an einem friedlichen Protestmarsch gegen die Schließung der einst belebten Shuhada-Marktstraße durch die israelische Armee. „Heutzutage gleicht Hebron einer Geisterstadt“, sagt Issa Amro. Während 200.000 palästinensische Bewohner_innen Hebrons in ihrer Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt sind, können sich die ca. 800 israelischen Siedler_innen frei bewegen. Israelische Siedler_innen haben die beiden wiederholt bedroht und angegriffen.

Wegen ihrer Teilnahme an dem Protestmarsch wurden Farid al-Atrash und Issa Amro festgenommen und vor ein israelisches Militärgericht gestellt. Sie berichten von Misshandlungen durch das Militär. Die gegen sie erhobenen Vorwürfe reichen teilweise bis ins Jahr 2010 zurück und dienen offensichtlich dem Ziel, ihre Menschenrechtsarbeit zu unterbinden. Eine weitere Anhörung wird am 26. Dezember, unmittelbar vor der Veröffentlichung dieses Textes, stattfinden.

Im September 2017 wurde Issa Amro zudem wegen eines Facebook-Posts von palästinensischen Sicherheitskräften festgenommen und für eine Woche inhaftiert.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Ministerpräsidenten von Israel und fordern Sie ihn höflich auf, dafür zu sorgen, dass die Anklagen gegen Farid al-Atrash und Issa Amro fallengelassen werden.

Schreiben Sie in gutem Hebräisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Ministerpräsident
Benjamin Netanyahu
Office of the Prime Minister, 3 Kaplan St., P.O. Box 187
Kiryat Ben-Gurion, Jerusalem 91950
ISRAEL

E-Mail: pm_eng@pmo.gov.il
Twitter: @IsraeliPM

(Standardbrief Luftpost bis 20 g: 0,90 €)

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft des Staates Israel
S.E. Herrn Jeremy Nissim Issacharoff
Auguste-Viktoria-Straße 74-76
14193 Berlin
Fax: 030– 8904-5555
E-Mail: botschaft@israel.de

Hier ein Beispielbrief an Premierminister Benjamin Netanjahu.

===============================================================================================================================

ZIMBABWE:

Itai Dzamara, Aktivist fuer ein demokratisches Zimbabwe - verschwunden sein 9.3.2015!

 
Itai Dzamara:


“The authorities felt that Itai was a threat……so they decided to remove him from the picture”

“Die Behörden fühlten, dass Itai eine Bedrohung war … so entschieden sie, ihn von der Bildfläche verschwinden zu lassen” (Sheffra Dzamara, Ehefrau von Itai Dzamara)

Itai Dzamara wird nicht nur von unserer Gruppe sondern inzwischen auch von der Münchner englischsprachigen Gruppe betreut sowie von der ai-Gruppe 168 in den USA (Charlston, South Carolina). Eine in Voice of America Studio7 ausgestrahltes Radiointerview u.a. mit dem Bruder von Itai , Dr. Patson Dzamara kann unter http://www.voazimbabwe.com/a/dzamara/3312378.html angehört werden

Am 9.März 2015 wurde Itai Dzamara von fünf nicht identifizierten Männern aus einem Friseursalon in Harare verschleppt. Zeugen wollen gesehen haben, dass er in Handschellen in einem weissen Fahrzeug mit unkenntlich gemachtem Nummernschild weggefahren wurde. Er war früher schon verschleppt, verprügelt und ohne Anklage mehrere Tage inhaftiert worden. Seine verzweifelte Familie – er ist Vater zweier kleiner Kinder - ist seither im Ungewissen über seinen Aufenthalt.

Zwei Tage vor seinem Verschwinden hatte er auf einer Kundgebung in Harare auf die sich ständig verschlechternde wirtschaftliche Situation in Zimbabwe hingewiesen.

Itai Dzamara (Jahrgang 1979) ist Journalist und Wortführer der Occupy Africa Unity Square Gruppe. Vor einiger Zeit hatte er eine Petition gestartet, mit der Präsident Mugabe aufgefordert wurde, zurückzutreten und den Weg für Neuwahlen frei zu machen. Seine Familie fürchtete daraufhin über Monate Vergeltungsmassnahmen.

Nach seinem Verschwinden wurde die Polizei in einem Vorort von Harare informiert, aber es wurden allem Anschein nach keine besonderen Untersuchungen unternommen. Amnesty International hat seine Besorgnis über die mangelnde Unterstützung seitens der Behörden gegenüber dem Obersten Gerichtshof zum Ausdruck gebracht.

Versuche von Familienmitgliedern und Anwälten Hintergründe seines Verschwindens zu ergründen waren bislang ergebnislos. Itai Dzamaras Frau befürchtet – laut Amnesty International – dass sie oder auch ihre Kinder die nächsten Opfer sein könnten. Die Behörden müssen eine echte Untersuchung nach Itai Dzamara beginnen um seine unversehrte Rückkehr zu erreichen und eine unparteiische richterliche Überprüfung der Umstände seines Verschwindens anordnen.

Dr. Patson Dzamara, inzwischen selbst Opfer von Prügelattacken durch Sicherheitskräften während einer Kundgebung anlässlich des Unabhängigkeitstages (18.4.2016), behauptet in einem Bericht der Zeitung NewsDay-Zimbabwe es gäbe Photos von seinem entführten Bruder, die aus einem geheimen Gefängnis geschmuggelt seien.

Am 2.Juni 2016 wurde in einer Pressemitteilung von einem ehemaligen Mitglied des Politbüros der regierenden ZANU Partei erklärt, Itai Dzamara sei entführt worden.

Unsere Aktionen

Eine Postkarte an Frau Dzamara. Ausdrucken und beide Seiten zusammenkleben!

Einen Brief an die Botschaft von Zimbabwe in Berlin.

Ausserdem gibt es eine Petitionsliste in englisch - download hier Petitionsliste !

Deutscher Text der Petitionsliste: Text

===============================================================================================================================

BRASILIEN:

Präsident der Fischereigewerkschaft AHOMAR - Alexandre Anderson de Souza!

 
Alexandre Anderson de Souza:


Alexandre Anderson de Souza (43) ist Präsident der Fischereigewerkschaft AHOMAR (Vereinigung der Männer und Frauen des Meeres). Die Gewerkschaft hat ihren Sitz im Verwaltungsbezirk Magé (Bundesstaat Rio de Janeiro). Sie wehrt sich gegen den Bau einer petrochemischen Raffinerie der halbstaatlichen Mineralölfirma Petrobras in der Bucht von Guanabara ein, weil die dadurch bedingte Umweltverschmutzung die Lebensgrundlage von über 1800 Fischern und ihren Familien gefährdet. Die Proteste der Gewerkschaft hatten gewaltsame Übergriffe und Drohungen durch Paramilitärs sowie andere bewaffnete Gruppen zur Folge. Vier Gewerkschafter wurden bereits ermordet, zwei weitere sind verschwunden. Alexandre Anderson de Souza wurde zwischen 2006 und 2012 sechs Mal angegriffen, einmal mit Schußwaffen. Im August 2009 wurden er und seine Frau Daize Menezes de Souza in das staatliche Schutzprogramm für Menschenrechtsverteidiger aufgenommen. Das Schutzprogramm ist aber ineffektiv, da es Alexandre einerseits nicht wirklich schützt und ihn andererseits gezwungen hat, seinen Heimatort Magé zu verlassen. Dadurch ist es ihm auch unmöglich, seine Arbeit fortzusetzen. Das Gewerkschaftsbüro wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen. Heute leben Alexandre Anderson de Souza und seine Frau an unbekanntem Ort praktisch unter Hausarrest. Von den genannten Vorfällen wurde bisher keiner aufgeklärt.

Petitionsliste (samt Übersetzung) für de Souza - download hier Petitionsliste !